Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht Vorwürfe des Insiderhandels im Zusammenhang mit Futu Holdings und UP Fintech (Tiger Brokers), nachdem der Market Maker Susquehanna entsprechende Behauptungen aufgestellt hatte. Unbekannte Händler sollen vor der Ankündigung eines Durchgreifens durch chinesische Regulierungsbehörden am 22. Mai erhebliche Mengen an US-Aktienoptionen dieser Unternehmen gekauft haben, wodurch aus 12 Millionen Dollar Gewinne von über 100 Millionen Dollar wurden. Susquehanna, das Verluste von über 70 Millionen Dollar erlitt, veranlasste ein US-Gericht, Vermögenswerte verdächtiger Konten auf Plattformen wie Interactive Brokers, Futu und UP Fintech einzufrieren und Vorladungen zur Offenlegung der Identitäten der Kontoinhaber auszustellen. Diese Untersuchung folgt auf eine erhebliche Geldstrafe von etwa 1,85 Milliarden Yuan, die von chinesischen Regulierungsbehörden gegen Futu verhängt wurde, weil das Unternehmen nicht lizenzierte grenzüberschreitende Wertpapierhandelsdienste für Festlandinvestoren angeboten hatte. Die regulatorische Maßnahme führte zu einem starken Kursrückgang der Futu-Aktie, was das Vermögen des Gründers Leaf Li an nur einem Tag um etwa 1,7 Milliarden Dollar erheblich beeinträchtigte.