Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat klargestellt, dass Broker-Dealer bei der Berechnung des Netto-Kapitals auf Stablecoin-Bestände einen Abschlag von 2 % anstelle eines vollständigen Abzugs von 100 % anwenden können. Diese Richtlinie, die Teil der FAQ der SEC zu Krypto-Asset-Aktivitäten ist, ordnet Stablecoins näher an Bargeldäquivalente ein und könnte so eine breitere Beteiligung an tokenisierten Wertpapieren und verwandten Krypto-Aktivitäten erleichtern. Kommissarin Hester Peirce unterstützte diesen Schritt und bemerkte, dass ein Abschlag von 100 % angesichts der Reserven, die Stablecoins absichern, übermäßig strafend wäre. Die Entscheidung der SEC spiegelt die laufenden regulatorischen Anpassungen wider, während Stablecoins auf den US-Märkten an Bedeutung gewinnen. Indem Stablecoins wie Geldmarktinstrumente behandelt werden, können Broker-Dealer nun einen Teil ihrer Stablecoin-Bestände für Kapitalanforderungen anrechnen, ohne die Liquidität stark zu beeinträchtigen. Diese Änderung könnte die Nutzung von Stablecoins bei Abwicklungs- und Besicherungsprozessen verbessern und die Einführung der Blockchain in regulierten Finanzumgebungen beschleunigen.