Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Genehmigung von Prediction-Markt-ETFs verzögert und dabei Bedenken hinsichtlich der Preisgestaltung, Offenlegungspflichten und Manipulationsrisiken geäußert. Diese Entscheidung betrifft Anträge von Roundhill, Bitwise und GraniteShares, die aufgrund zusätzlicher Prüfungsanforderungen die 75-tägige Schnellzulassungsfrist verpasst haben. Die Verzögerung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Prediction-Märkte eine Nachfragesteigerung erleben, mit einem Volumen von 85 Milliarden US-Dollar, das Anfang 2026 auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi verzeichnet wurde. Die Prüfung durch die SEC konzentriert sich auf die strukturellen Komplexitäten dieser ETFs, die auf Derivaten basieren, die an binäre Verträge gebunden sind. Diese Verträge können nahe der Auflösung zu starken Preisschwankungen führen, was Herausforderungen für eine verlässliche Preisgestaltung und die Nachverfolgung des Nettoinventarwerts (NAV) darstellt. Trotz dieser regulatorischen Hürden wächst die Nachfrage nach Prediction-Märkten weiter, wobei das kumulierte Volumen 150 Milliarden US-Dollar übersteigt und die institutionelle Beteiligung zunimmt. Dies deutet darauf hin, dass regulatorische Verzögerungen zwar den Zeitplan beeinflussen, die langfristige Akzeptanz von Prediction-Märkten jedoch stark bleibt.