Die Identität des Bitcoin-Schöpfers Satoshi Nakamoto wird laut führenden Persönlichkeiten der Kryptowährungsbranche heute eher als historische Kuriosität denn als Marktfaktor betrachtet. Im Zuge der Dokumentation "Who Is Satoshi Nakamoto?" betonten Führungskräfte wie Coinbase-CEO Brian Armstrong und MicroStrategy-CEO Phong Le, dass der Bitcoin-Code und das ökonomische Modell unabhängig von der Identität seines Schöpfers existieren. Armstrong stellte fest, dass der Fokus auf dem nachhaltigen Einfluss von Bitcoin liegen sollte und nicht auf dessen Ursprung. Theorien über Satoshis Identität, etwa solche, die Hal Finney und Len Sassaman betreffen, werden aufgrund ihres Ablebens als "marktneutral" eingestuft, wodurch Befürchtungen über eine plötzliche Freigabe von Satoshis 1,1 Millionen Bitcoins entfallen. Dieser Perspektivwechsel hat Satoshi von einer mysteriösen Figur zu einem "tragischen Genie" gemacht, wobei Bitcoin nun als etwas betrachtet wird, das seinen Schöpfer übertroffen hat. Große Inhaber wie MicroStrategy und BlackRock, mit ihren beträchtlichen Bitcoin-Beständen, werden als das moderne kollektive "Satoshi Nakamoto" angesehen, was Fragen zur Dezentralisierung und Netzwerkwiderstandsfähigkeit aufwirft.