Die Gewerkschaft von Samsung Electronics Korea hat ihren geplanten Streik, der ursprünglich am 21. Mai beginnen sollte, verschoben, nachdem ein südkoreanisches Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Aktion teilweise genehmigt hatte. Die Gewerkschaft wird stattdessen nun über einen Gehaltsvorschlag abstimmen. Das Gerichtsurteil sieht eine Geldstrafe von etwa 1 Milliarde koreanischer Won pro Tag vor, falls der Streik trotz des Verbots fortgesetzt wird. Die Forderungen der Gewerkschaft umfassen die Abschaffung der Obergrenzen für Leistungsprämien, Transparenz bei der Zuteilung von 15 % des Betriebsgewinns als Boni sowie eine Erhöhung des Grundgehalts um 7 %, um mit SK Hynix konkurrieren zu können. Das Management von Samsung hat mit einer einmaligen Sonderprämie oder einem begrenzten Gewinnbeteiligungsmodell von 10 % reagiert und dabei Bedenken hinsichtlich langfristiger betrieblicher Auswirkungen und Wettbewerbsfähigkeit geäußert.