Qivalis, eine europäische Stablecoin-Initiative, hat ihre Mitgliedschaft auf 37 Banken in 15 Ländern erweitert und dabei 25 neue Finanzinstitute aufgenommen. Diese Expansion spiegelt einen konzertierten Versuch europäischer Banken wider, blockchain-basierte Zahlungssysteme zu entwickeln, die unabhängig von US-dominierten Netzwerken sind. Zu den bemerkenswerten neuen Mitgliedern gehören ABN Amro, Rabobank und Nordea, die sich bestehenden Teilnehmern wie ING und BNP Paribas anschließen. Das Konsortium plant, Ende 2026 eine an den Euro gekoppelte Stablecoin einzuführen, um der Dominanz von dollar-gestützten Stablecoins wie Tether entgegenzuwirken, die einen Marktanteil von 190 Milliarden US-Dollar halten. Qivalis-CEO Jan-Oliver Sell betonte die Bedeutung, dass europäische Institutionen ihre eigene Finanzinfrastruktur aufbauen und verwalten. Trotz der derzeit begrenzten Nachfrage nach Euro-Stablecoins markiert die Initiative einen strategischen Schritt europäischer Banken, ihre Präsenz im Bereich der digitalen Zahlungen zu behaupten.