Papst Leo XIV hat seine erste Enzyklika „Magnifica Humanitas“ veröffentlicht, in der er sich für eine internationale Regulierung der künstlichen Intelligenz einsetzt. Das am 25. Mai veröffentlichte Dokument betont die Notwendigkeit verbindlicher Gesetze, um zu verhindern, dass KI-Systeme tödliche oder irreversible Entscheidungen treffen. Der Papst warnt vor der unkontrollierten Macht großer KI-Entwickler und hebt Risiken wie Desinformation, autonome Kriegsführung und Arbeitsplatzverlust hervor. Die Enzyklika unterstreicht die Bedeutung rechtlicher Rahmenbedingungen und unabhängiger Aufsicht gegenüber freiwilligen ethischen Richtlinien der Industrie. Sie argumentiert, dass durch KI gesteuerte Desinformation demokratische Systeme bedrohen könnte und dass Automatisierung nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen gehen darf. Die Anwesenheit von Christopher Olah, Mitbegründer von Anthropic, im Vatikan unterstreicht die Übereinstimmung zwischen der KI-Sicherheitsforschung und dem Aufruf der Kirche zu Transparenz und Verantwortlichkeit in KI-Systemen.