Eine umfangreiche Analyse von 295.000 Datenpunkten von Polymarket hat sechs wichtige Erkenntnisse über die Liquiditätsdynamik von Prognosemärkten zutage gefördert. Die Studie zeigt, dass kurzfristige Märkte, insbesondere solche mit Zyklen von weniger als einem Tag, oft unter geringer Liquidität leiden, wobei über 63 % dieser Märkte innerhalb von 24 Stunden kein Handelsvolumen aufweisen. Im Gegensatz dazu ziehen langfristige Märkte, insbesondere solche mit einer Laufzeit von über 30 Tagen, erhebliches Kapital an, wobei die durchschnittliche Liquidität 450.000 US-Dollar erreicht. Die Forschung zeigt auch eine Polarisierung bei sportbezogenen Prognosen, bei denen ultrakurze Ereignisse hohe Handelsvolumina verzeichnen, während mittelfristige Märkte weniger beliebt sind. Darüber hinaus entwickelt sich der geopolitische Sektor als schnell wachsender Bereich mit einer hohen Aktivitätsrate von 29,7 %. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Liquidität in Prognosemärkten sich auf große Ereignisse konzentriert, wobei kurzfristige Märkte kleinere Investoren ansprechen und langfristige Märkte größere Kapitalanlagen anziehen.