Die in Lettland ansässige Kryptowährungsplattform Paybis hat zwei bedeutende Lizenzen von der Latvijas Banka erhalten, was ihre regulatorische Stellung innerhalb der Europäischen Union stärkt. Die am 12. Mai an die SIA Paybis Europe vergebenen Lizenzen umfassen eine MiCA-Lizenz als Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen (CASP) sowie eine PSD2-Zahlungsinstitutslizenz. Diese Entwicklung macht Paybis zum dritten lettischen Unternehmen, das die MiCA-Konformität erreicht hat, und ermöglicht es, eine Reihe von Krypto-Dienstleistungen anzubieten, darunter Verwahrung, Austausch und Beratungsdienste, neben regulierten Zahlungsfunktionen. Der CEO von Paybis, Innokenty Isers, hob die doppelte Lizenzierung als strategischen Schritt hervor, um das Angebot des Unternehmens insbesondere im Bereich der Zusammenarbeit mit Stablecoins zu erweitern. Mitbegründer Konstantins Vasilenko kündigte Pläne an, einen White-Label-Krypto-Infrastruktur-Stack für Geschäftskunden zu starten, der Krypto-Dienste mit regulierten Zahlungssystemen integriert. Diese Initiative zielt darauf ab, Nicht-Krypto-Unternehmen die Bereitstellung von Krypto-Diensten zu ermöglichen, ohne eigene regulatorische Rahmenwerke aufbauen zu müssen. Paybis, gegründet im Jahr 2014, unterstützt 90 Kryptowährungen und bedient weltweit sieben Millionen Nutzer, was das Engagement des Unternehmens unterstreicht, seine Präsenz in der EU auszubauen.