Paraguay plant den Einsatz von 1.500 beschlagnahmten Bitcoin-Minern unter Nutzung überschüssiger Wasserkraft aus dem Itaipu-Staudamm, um die Staatseinnahmen zu steigern. Das nationale Elektrizitätsunternehmen Administración Nacional de Electricidad (ANDE) hat ein Memorandum of Understanding mit dem US-amerikanischen Unternehmen Morphware unterzeichnet, um ein staatlich geführtes Pilotprojekt für Bitcoin-Mining zu starten. Morphware wird technische Expertise und Mitarbeiterschulungen bereitstellen, während ANDE die operative Kontrolle behält. Die Initiative zielt darauf ab, überschüssige Wasserkraft in Einnahmen durch regulierte Mining-Aktivitäten umzuwandeln. Die beschlagnahmten Mining-Geräte, die zuvor von Betreibern beschlagnahmt wurden, die des Stromdiebstahls beschuldigt werden, werden an von ANDE kontrollierten Standorten mit bestehendem Netzanschluss installiert. Es laufen noch Gespräche über die Verwaltung der geschürften Bitcoins, wobei Optionen wie der sofortige Verkauf oder Absicherung durch US-Futures zur Minderung von Cybersicherheitsrisiken in Betracht gezogen werden. Dieser Schritt markiert eine strategische Wende für Paraguay, die sich auf die inländische Nutzung seiner reichlich vorhandenen, kostengünstigen Wasserkraft konzentriert, anstatt diese zu niedrigen Preisen zu exportieren. Das Pilotprojekt wird zunächst Schulungen und die Integration der Mining-Aktivitäten in das nationale Stromnetz in den Vordergrund stellen.