Die Präsidentin der NYSE Group, Lynn Martin, kritisierte jüngste Regeländerungen der Nasdaq, die darauf abzielen, hochkarätige Börsengänge anzuziehen, wie etwa die kürzliche Entscheidung von SpaceX, sich an der Nasdaq zu listen. Martin äußerte auf Bloomberg Television Bedenken hinsichtlich einer möglichen Gefährdung der Marktintegrität durch diese Änderungen. Die Nasdaq hat kürzlich die Anforderung eines 10%igen Streubesitzes für bestimmte Unternehmen abgeschafft und großen Unternehmen erlaubt, innerhalb von 15 Tagen nach Handelsbeginn in den Nasdaq-100-Index aufgenommen zu werden, was Martin als "fragwürdig" bezeichnete. Die Rivalität zwischen der NYSE und der Nasdaq um bedeutende Listings verschärft sich, da der Börsengangmarkt im Jahr 2026 an Fahrt gewinnt. Martins Äußerungen heben Bedenken hinsichtlich einer "Abwärtsspirale" hervor, bei der Börsen die Standards senken könnten, um prestigeträchtige Listings zu sichern. Diese Änderungen könnten Risiken für Investoren bergen, da ein reduzierter Streubesitz zu Kursvolatilität führen kann und eine beschleunigte Indexaufnahme Bewertungen künstlich aufblähen könnte.