Roundhill, GraniteShares und Bitwise's PredictionShares haben Vorschläge für ETFs eingereicht, die es Investoren ermöglichen würden, auf die Ergebnisse der US-Wahlen zu spekulieren. Diese Fonds würden binäre Ereignisverträge verfolgen, die an politische Ergebnisse gebunden sind, wie beispielsweise welche Partei die Präsidentschaft gewinnt oder den Kongress kontrolliert. Die Verträge, die zwischen 0 und 1 US-Dollar gehandelt werden, werden bei einem „Ja“-Ergebnis mit 1 US-Dollar und bei einem „Nein“ mit 0 US-Dollar abgerechnet. Ziel dieses Schrittes ist es, wahlbezogene Verträge in ETFs zu bündeln und sie so über bekannte Brokerage-Plattformen zugänglich zu machen. Die Einreichungen erfolgen vor dem Hintergrund regulatorischer Spannungen zwischen der SEC und der CFTC bezüglich Ereignisverträgen. Indem diese Verträge in einen ETF-Rahmen eingebettet werden, unterliegen die Vorschläge der Aufsicht der SEC. Die ETFs könnten das spekulative Interesse von Nischen-Prognosemärkten auf Mainstream-Finanzprodukte verlagern, was potenziell die Liquidität und Aufmerksamkeit im Kryptobereich beeinflussen könnte. Die Vorschläge heben auch die Komplexität hervor, den Begriff „Kontrolle“ in politischen Begriffen zu definieren, was Auswirkungen auf Auszahlungsstrukturen und die Erwartungen der Investoren haben könnte.