Die Niederlande schreiten mit Plänen voran, nicht realisierte Gewinne aus Aktien, Anleihen und Kryptowährungen im Rahmen einer Reform des Box-3-Vermögenssteuersystems zu besteuern. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, jährliche Steuern auf Buchgewinne zu erheben, selbst wenn die Vermögenswerte nicht verkauft wurden, um fiskalischen Druck und Gerichtsentscheidungen, die das aktuelle System infrage stellen, zu begegnen. Die Reform hat breite politische Unterstützung erhalten, wobei Gesetzgeber argumentieren, dass sie notwendig ist, um die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren. Die vorgeschlagenen Änderungen würden den bestehenden Box-3-Ansatz ersetzen, der dafür kritisiert wurde, sich auf angenommene Renditen zu stützen. Der Plan sieht eine bevorzugte Behandlung von Immobilieninvestoren vor, indem Abzüge erlaubt und Gewinne bei Realisierung besteuert werden, während zusätzliche Abgaben auf Zweitwohnungen erhoben werden. Kritiker, insbesondere aus der Krypto-Community, warnen, dass die Besteuerung nicht realisierter Gewinne zu Kapitalflucht führen und die Wettbewerbsfähigkeit der Niederlande als Krypto-Zentrum verringern könnte. Die Debatte geht weiter, während die Regierung versucht, die Einnahmebedürfnisse mit der Attraktivität des Landes für Investoren in Einklang zu bringen.