Morgan Stanley hält an seiner Prognose für Zinssenkungen der Federal Reserve im Juni und September fest, obwohl sich die Markterwartungen zunehmend auf eine Senkung im Dezember verlagern. Der Chefökonom für die USA, Michael Gapen, bekräftigte diese Einschätzung während einer Bloomberg-News-Runde und räumte mögliche Verzögerungen aufgrund steigender Ölpreise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs ein. Die Marktstimmung hat sich angepasst, wobei die Futures nun eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September anzeigen, was unter den früheren Erwartungen einer Senkung um 50 Basispunkte in diesem Jahr liegt. Auch die Ökonomen von TD Securities und Barclays haben ihre Prognosen überarbeitet und erwarten nun die nächste Zinssenkung im September statt im Juni.