Strategy-Gründer Michael Saylor sagte, dass Bitcoin sich von einem frühen, glaubensgetriebenen Netzwerk zu einem globalen System für digitales Kapital entwickelt. In einem langen Beitrag mit dem Titel „Bitcoin Reform: The Decline of Orthodoxy and the Rise of Digital Capital“ argumentierte er, dass Bitcoin einen entscheidenden Übergang von der Gründungsideologie hin zu einer modernen Kapitalarchitektur durchläuft. Saylor sagte, dass die frühe Sichtweise, die ausschließlich auf Glauben beruhe, nicht mehr ausreiche, um Bitcoins Entwicklung zu einem globalen Netzwerk für digitales Kapital zu unterstützen. Den Kern seiner Auffassung von der „Bitcoin-Reform“ beschrieb er wie folgt: Satoshi Nakamoto ist der Gründer, kein Prophet; das Whitepaper ist eine technische Grundlage, keine endgültige Verfassung; Selbstverwahrung ist ein Recht, keine Pflicht; Vertrauen sollte durch die Unterscheidung guter Gegenparteien gesteuert werden, anstatt es vollständig abzulehnen; und börsengehandelte Produkte sowie Unternehmensbeteiligungen sollten nicht pauschal als „Papier-Bitcoin“ bezeichnet werden. Er prognostizierte, dass Bitcoins nächste Phase eine Transformation zu digitalem Kapital sein werde, die globale Aktien, festverzinsliche Anlagen und Gold umfasse, wobei Bitcoin sich von „Peer-to-Peer-E-Geld“ zu einer Infrastruktur für digitales Kapital weiterentwickeln werde.