Lombard hat Bitcoin Smart Accounts eingeführt, die es Institutionen ermöglichen, ihr Bitcoin im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) zu nutzen, ohne es aus der Verwahrung zu bewegen. Dieses neue Produkt, das am 11. Februar angekündigt wurde, erlaubt es, Bitcoin, die bei Verwahrstellen, in MPC-Konfigurationen oder in Selbstverwahrungs-Wallets gehalten werden, als On-Chain-Kollateral zu verwenden. Die Initiative richtet sich auf etwa 500 Milliarden US-Dollar an Bitcoin, die derzeit in professioneller Verwahrung gehalten werden und aufgrund rechtlicher und operativer Risiken im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen weitgehend vom DeFi ausgeschlossen sind. Die Bitcoin Smart Accounts funktionieren, indem sie bestehenden Verwahrungslösungen eine Smart Account-Bezeichnung hinzufügen, wobei Bitcoin durch ein Empfangstoken namens BTC.b On-Chain anerkannt wird. Dieses Token repräsentiert das gehaltene Bitcoin, das beim Verwahrer verbleibt, wodurch sichergestellt wird, dass das rechtliche Eigentum nicht wechselt. Das Produkt wird zunächst mit Morpho, einem Kreditprotokoll, integriert, sodass Institutionen ihr Bitcoin als Sicherheit in Kreditmärkten nutzen können, ohne die zugrunde liegenden Vermögenswerte zu übertragen. Jacob Phillips, Mitbegründer von Lombard, verglich das System mit Abrechnungssystemen wie SWIFT und ACH und betonte dessen Potenzial, Bitcoin von einem passiven Vermögenswert in nutzbares Kapital zu verwandeln.