Der KOSPI-Index in Südkorea hat in diesem Jahr eine Volatilität von über 60 % erlebt und damit sogar die berüchtigten Schwankungen von Bitcoin übertroffen. Dies entspricht fast dem Doppelten der Volatilität des japanischen Nikkei 225. Die koreanische Börse hat in diesem Jahr siebenmal Circuit Breaker ausgelöst, verglichen mit keinem Mal im Jahr 2025 und nur einmal im Jahr 2024. Die Haupttreiber sind Samsung Electronics und SK Hynix, zwei KI-Chip-Giganten, die zusammen über 50 % des Marktwerts des KOSPI ausmachen. Der KI-Boom hat ihre Aktienkurse angetrieben, aber die Bewertungen hängen stark von der Anlegerstimmung ab, da KI noch nicht genügend Einnahmen generiert hat, um die Baukosten zu decken.
Die Verbreitung von gehebelten ETFs hat die Marktvolatilität weiter verschärft. Südkoreanische Privatanleger haben diese Produkte aktiv genutzt, wobei über 4 Milliarden US-Dollar in gehebelte ETFs flossen, die einzelne Aktien verfolgen, was mehr als 70 % des täglichen Handelsvolumens der betreffenden Aktien ausmacht. Privatanleger haben in diesem Jahr netto über 100 Billionen Won (67 Milliarden US-Dollar) in KOSPI-Aktien gekauft, während ausländische Investoren netto etwa 108 Milliarden US-Dollar verkauft haben. Strategen von Goldman Sachs heben gehebelte ETFs als ein großes Risikofaktor hervor. Obwohl die Margin-Schulden seit ihrem Höchststand im Juni zurückgegangen sind, liegen sie immer noch deutlich über dem Niveau des gleichen Zeitraums im Vorjahr.
KOSPI-Volatilität übertrifft Bitcoin angesichts des Anstiegs von KI-Chips und gehebelten ETFs
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