Die Nominierung von Kevin Warsh zur Leitung der Federal Reserve hat die Diskussionen über die Unabhängigkeit der Zentralbank und ihre zukünftige Politik neu entfacht. Der US-Präsident Donald Trump kündigte Warsh als seinen Kandidaten zur Ablösung von Jerome Powell an, was Fragen darüber aufwirft, wie Warsh mit Zinssätzen, der Bilanz und politischen Druck umgehen würde. Analysten weisen auf Warshs Fokus auf die Bilanz und seinen Glauben hin, dass KI Wachstum fördern könnte, ohne Inflation zu verursachen. David Wessel vom Brookings Institution hob Warshs sich entwickelnde Ansichten zur Geldpolitik hervor und bemerkte seine frühere Ablehnung von Zinserhöhungen sowie das Potenzial für politischen Einfluss auf seine Entscheidungen. Wessel betonte die Bedeutung von Warshs Ansatz zur Geldpolitik, insbesondere sein Interesse an der Bilanz der Fed und Transparenz. Unterdessen verändert sich die Bankenregulierung bereits unter der stellvertretenden Vorsitzenden Michelle Bowman, wobei erwartet wird, dass Warsh die Geldpolitik stärker beeinflusst als regulatorische Änderungen. Warshs Nominierung erfolgt, während Powells Amtszeit im Mai endet, was die Märkte spekulieren lässt, wie seine Führung zukünftige Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen könnte. Trump lobte Warsh und bezeichnete ihn als verlässlich und gut geeignet für die Rolle, während Analysten weiterhin über seinen potenziellen Einfluss auf die Unabhängigkeit und die politische Ausrichtung der Fed debattieren.