Der kenianische Finanzstaatssekretär John Mbadi hat den Finanzgesetzesentwurf 2026 im Parlament eingebracht, mit dem Ziel, die Vorschriften für Anbieter von virtuellen Vermögenswerten (VASPs) und Glücksspielgewinne zu verschärfen. Der Gesetzentwurf schreibt eine jährliche Berichterstattung für VASPs gemäß dem Steuergesetz vor und führt eine Quellensteuer von 20 % auf Glücksspielgewinne wieder ein, die zuvor abgeschafft worden war. Diese Gesetzgebung soll Schlupflöcher bei der Krypto-Offshore-Migration für betroffene Akteure schließen. Der Gesetzentwurf, der auf 120 Milliarden KSh abzielt, schlägt außerdem Änderungen vor, um internationale Abkommen für den automatischen Austausch von Steuerinformationen zu virtuellen Vermögenswerten zu erleichtern und sich dabei am Crypto-Asset Reporting Framework der OECD zu orientieren. Darüber hinaus wird die Definition des "eingezahlten Betrags" für Verbrauchssteuerzwecke im Glücksspiel erweitert und die Verbrauchssteuer auf Mobiltelefone von 10 % auf 25 % erhöht. Die kenianische Steuerbehörde strebt an, im Haushaltsjahr ab Juli 2026 Steuereinnahmen in Höhe von 2,985 Billionen KSh zu erzielen, wobei die Bestimmungen des Gesetzentwurfs voraussichtlich am 1. Juli 2026 in Kraft treten werden.