Kalshi, eine führende Plattform für Prognosemärkte, sieht sich in Arizona mit strafrechtlichen Glücksspielvorwürfen konfrontiert, da die monatlichen Einnahmen aus Handelsaktivitäten 110 Millionen US-Dollar übersteigen. Die staatlichen Behörden werfen Kalshi vor, nicht lizenzierte Wetten auf Sportereignisse und Wahlen angeboten zu haben, was das Unternehmen unter intensive regulatorische Beobachtung gestellt hat. Die Anklagen erfolgen vor dem Hintergrund einer breiteren Debatte über die Legalität von Prognosemärkten und Sportwetten in den USA. Das schnelle Wachstum von Kalshi wurde durch Verträge über Sportereignisse angetrieben, die nahezu alle Einnahmen aus Plattformgebühren ausmachten. Die Nutzerbasis der Plattform wuchs erheblich, wobei die monatlich aktiven Nutzer innerhalb eines Jahres von 600.000 auf 5,1 Millionen anstiegen. Trotz der rechtlichen Herausforderungen argumentiert Kalshi, dass seine Verträge Finanzinstrumente sind, die auf Bundesebene reguliert werden, während staatliche Behörden behaupten, sie ähnelten herkömmlichen Wetten. Der Rechtsstreit hat sich auf mehrere Bundesstaaten ausgeweitet, wobei Staatsanwälte in Arizona behaupten, Kalshi habe gegen Glücksspielgesetze verstoßen, indem es Wetten auf Wahlergebnisse und Sportereignisse zuließ. Das Unternehmen sah sich in verschiedenen Gerichten mit unterschiedlichen Urteilen konfrontiert, was die anhaltende Unsicherheit bezüglich der Regulierung von Prognosemärkten unterstreicht. Unterdessen erwägen Bundesregulierungsbehörden neue Regeln für die Branche, wobei die Commodity Futures Trading Commission öffentliche Kommentare prüfen wird, bevor sie Richtlinienentwürfe erstellt.