Analyst:innen von JPMorgan Chase unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou berichten von einem anhaltenden Rückgang bei Absicherungsgeschäften gegen die Abwertung von Fiat-Währungen, wobei Bitcoin einen beschleunigten Abfluss verzeichnet. In der Woche bis zum 5. Juni verzeichneten Gold-ETFs Abflüsse von etwa 20 Milliarden US-Dollar, während Bitcoin-ETFs im vergangenen Monat einen allmählichen Anstieg der Abflüsse erlebten. Dieser Trend spiegelt eine Verhaltensänderung der Anleger angesichts geopolitischer Unsicherheiten und Inflationsängste wider. Die Korrelation zwischen Bitcoin und der realen Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist negativ geworden, was darauf hindeutet, dass sich Bitcoin eher wie ein risikobehafteter Vermögenswert verhält. Ebenso hat sich die Korrelation von Gold mit dem S&P 500 stärker an die Korrelation von Bitcoin mit Aktien angenähert. Analyst:innen weisen darauf hin, dass ein stärkerer Markt in der zweiten Jahreshälfte von klaren Dividendenplänen der Treasury-Unternehmen und dem Inkrafttreten des Clarity Act abhängt, obwohl die Chancen für dessen Verabschiedung derzeit unter 50 % liegen. Trotz der aktuellen Marktschwäche deutet JPMorgan darauf hin, dass dies ein konträres bullisches Signal sein könnte.