Japans Ministerien und Behörden haben für das nächste Haushaltsjahr einen Rekord-Haushaltsantrag von rund 143 Billionen Yen eingereicht, wodurch die fiskalpolitische Agenda von Premierministerin Sanae Takaichi angesichts steigender Staatsanleiherenditen stärker unter die Lupe genommen wird. Zusammenstellungen der Medien zu den Anträgen von 18 Ministerien und Behörden zeigten, dass das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie mehr als das Fünffache seines Antrags vom Vorjahr forderte, während auch die für Verteidigung und soziale Sicherheit zuständigen Ministerien Rekordanträge stellten.
Der Markt beobachtet nun, wie viel die Takaichi-Regierung letztlich ausgeben will und wie sie diese Ausgaben finanzieren wird. Sorgen über Japans fiskalische Aussichten zählen zu den Faktoren, die den Anleihemarkt belasten; die richtungsweisende Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg am Dienstag auf 3 % und damit erstmals seit 1996 auf dieses Niveau. Der Minister für Wachstumsstrategie, Minoru Kiuchi, sagte, die Regierung reformiere die Haushaltsaufstellung, und argumentierte, die Anträge für das Haushaltsjahr 2027 sollten mit dem kombinierten Umfang des Nachtragshaushalts 2025 und des ursprünglichen Haushalts 2026 verglichen werden, was Takaichis Bestreben widerspiegele, die Abhängigkeit von Nachtragshaushalten zu verringern.
Japans Ministerien streben einen Rekordhaushalt an, da die Anleiherenditen den höchsten Stand seit 30 Jahren erreichen
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