Jane Street, ein quantitatives Handelsunternehmen, sieht sich laut einem Bericht von PANews Vorwürfen ausgesetzt, den Preisbildungsmechanismus von Bitcoin-ETFs zu beeinflussen. Die Anschuldigungen deuten darauf hin, dass die Handelsmuster des Unternehmens zu einer jüngsten Erholung der Bitcoin-Preise um 10 % beigetragen haben. Analysten heben ein strukturelles Problem hervor, bei dem autorisierte Teilnehmer (Authorized Participants, APs) bei Spot-Bitcoin-ETFs ihre Positionen mit Derivaten wie Futures absichern, wodurch Spotmarkttransaktionen verzögert werden und eine Diskrepanz zwischen ETF-Zuflüssen und Spotkäufen entsteht. Diese Praxis, die in der ETF-Branche üblich ist, ermöglicht es den APs, vom Contango am Futures-Markt zu profitieren, indem sie absichern und Basisgewinne erzielen, was die Größe des ETFs vergrößern kann, ohne den Spotkauf wesentlich zu unterstützen. Infolgedessen verlagert sich die Preisfindung zunehmend in den Futures-Markt. Trotz der Bedenken bestätigen befragte Institutionen, dass dieser Mechanismus sowohl legal als auch weit verbreitet ist.