Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, hat den Einfluss des ehemaligen Präsidenten Trump auf die Märkte kritisiert, indem er dessen Vorbörsenaussagen als "umgekehrte Indikatoren" bezeichnete und Händlern riet, bei seinen Energiebewegungen die entgegengesetzte Seite einzunehmen. Dies geschieht, während die TACO-Handelsstrategie (Trump Always Chickens Out), die darauf setzte, von Trump verursachte Marktrückgänge zu kaufen, angesichts erhöhter geopolitischer Spannungen ins Wanken gerät. Die TACO-Strategie, einst eine verlässliche Methode während Zollstreitigkeiten, ist nach Trumps Verlängerung einer Frist zum Angriff auf iranische Energieinfrastruktur zusammengebrochen. Die erwartete Erholungsrallye am Markt blieb aus, was zu wachsendem Skeptizismus unter den Investoren führte. Der Barclays-Stratege Emmanuel Cau stellte fest, dass Trumps inkonsistente Handlungen das Vertrauen der Märkte untergraben haben, wobei Investoren Verzögerungen nun eher als taktische Pausen denn als Wege zum Frieden sehen. Ghalibaf, ein ehemaliger Kommandeur der IRGC, warnte zudem, dass US-Staatsanleihen zu militärischen Zielen werden könnten, was geopolitische Risiken zu den fiskalischen Bedenken hinzufügt. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist auf 4,46 % gestiegen und nähert sich damit Niveaus, die Trump zuvor zwangen, Zölle auszusetzen. Da die geopolitischen Spannungen anhalten, steht der Markt vor einem strukturellen Wandel, wobei die geopolitische Prämie zu einem dauerhaften Merkmal und nicht mehr zu einem vorübergehenden Anstieg wird.