Rui-Siang Lin, der Schöpfer des Incognito Market, wurde zu 30 Jahren Bundesgefängnis verurteilt wegen seiner Rolle bei der Ermöglichung von Drogengeschäften im Wert von 105 Millionen Dollar über Kryptowährungen. Lin, der die Dark-Web-Plattform von Oktober 2020 bis zu ihrer Schließung im März 2024 betrieb, bekannte sich schuldig in Anklagen wie Drogenhandel und Geldwäsche. Die Plattform ermöglichte es Nutzern, illegale Drogen mit digitalen Währungen zu kaufen, die anschließend über die Blockchain gewaschen wurden. Die Strafverfolgungsbehörden verfolgten Lins Aktivitäten durch Blockchain-Forensik und verbanden seine Wallet-Transaktionen mit einem Krypto-Börsenkonto, das auf seinen Namen registriert war. Lin, bekannt unter dem Alias "Pharoah", versuchte nach der Schließung der Plattform, Nutzer zu erpressen, indem er drohte, ihre Identitäten preiszugeben. Seine Festnahme am JFK-Flughafen im Mai 2024 markierte den Höhepunkt einer mehrjährigen Untersuchung. Der Fall verdeutlicht die zunehmende Nutzung von Blockchain-Analysen bei der Zerschlagung von Online-Drogenmärkten und unterstreicht die rechtlichen Risiken für Betreiber solcher Plattformen.