Hongkongs Plan, die Aufsicht über Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte zu verschärfen, hat bei Branchenakteuren Bedenken hinsichtlich möglicher Betriebsstörungen ausgelöst. Die Hong Kong Securities & Futures Professionals Association (HKSFPA) warnte, dass die vorgeschlagenen neuen Lizenzanforderungen konforme Krypto-Manager dazu zwingen könnten, den Betrieb einzustellen, wenn sie ohne Übergangsfrist umgesetzt werden. Der Verband setzt sich für eine Schonfrist von sechs bis zwölf Monaten ein, um den Unternehmen zu ermöglichen, den Betrieb während der Wartezeit auf die Lizenzgenehmigung fortzusetzen. Die Hauptsorge der HKSFPA ist, dass ein "harter Start" von allen Marktteilnehmern verlangen würde, ab dem ersten Tag eine gültige Lizenz zu besitzen, was Unternehmen in eine Schwebe versetzen könnte, wenn ihre Anträge noch geprüft werden. Dies könnte Unternehmen betreffen, die derzeit legal nach den bestehenden Regeln tätig sind, aber noch nicht unter dem neuen System lizenziert sind. Der Verband äußerte auch Bedenken hinsichtlich des Crypto Asset Reporting Framework (CARF) und warnte, dass eine unflexible Umsetzung Unternehmen betrieblichen und rechtlichen Risiken aussetzen könnte. Die vorgeschlagenen Vorschriften, die sich noch in der Konsultationsphase befinden, zielen darauf ab, Hongkongs regulatorischen Einfluss auf den Handel mit virtuellen Vermögenswerten, Beratungs- und Fondsverwaltungsdienste auszudehnen. Während die Branche stärkere regulatorische Standards unterstützt, wird zu einer sorgfältigen Umsetzung aufgerufen, um eine Abschreckung institutioneller Beteiligung und eine Behinderung der Einführung konformer Krypto-Infrastrukturen zu vermeiden.