Die Harvard University hat ihre Bitcoin-Bestände erheblich auf 500 Millionen US-Dollar erhöht und damit ihre Allokation im Vergleich zu Gold, das bei 250 Millionen US-Dollar liegt, verdoppelt. Dieser strategische Wandel, der vom Bitwise-CIO Matt Hougan offenbart wurde, spiegelt wachsende Sorgen über die steigende US-Verschuldung und deren Auswirkungen auf die langfristige Stabilität der Fiat-Währung wider. Die Entscheidung markiert eine bemerkenswerte Veränderung in Harvards Absicherungsstrategie und betont Bitcoin als stärkeren Schutz gegen Währungsentwertung. Im dritten Quartal erhöhte Harvard seine Bitcoin-Allokation von 117 Millionen auf 443 Millionen US-Dollar, während gleichzeitig die Gold-ETF-Bestände von 102 Millionen auf 235 Millionen US-Dollar stiegen. Hougan bezeichnete diesen Schritt als "Entwertungs-Trade", der darauf abzielt, vor der durch Schuldenwachstum bedingten Währungsverwässerung zu schützen. Er hob hervor, dass die Hälfte aller US-Schulden im letzten Jahrzehnt angehäuft wurde, wobei die jährlichen Zinszahlungen fast 1 Billion US-Dollar erreichen. Hougan verglich die aktuelle Marktposition von Bitcoin mit der Expansion von Gold im Jahr 2004 und stellte fest, dass der Marktwert von Bitcoin etwa 8 % der aktuellen Marktgröße von Gold beträgt. Diese strategische Allokation von Harvard unterstreicht einen breiteren institutionellen Wandel hin zur Neubewertung des traditionellen Portfolioschutzes angesichts der zunehmenden Schuldenproblematik.