Goldman Sachs hat seine Prognose für den Goldpreis zum Jahresende um 500 US-Dollar pro Unze nach unten korrigiert und ein neues Ziel von 4.900 US-Dollar pro Unze festgelegt. Diese Anpassung erfolgt, da die Bank nun nicht mehr mit einer Zinssenkung der Federal Reserve im Jahr 2026 rechnet. Die Analysten Lina Thomas und Daan Struyven stellten fest, dass die Goldpreise zwar in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich weiterhin steigen werden, der Anstieg jedoch weniger stark ausfallen wird als zuvor prognostiziert. Die Herabstufung der Prognose wird darauf zurückgeführt, dass die Ökonomen von Goldman Sachs ihre Erwartungen für Zinssenkungen in den USA auf Juni und Dezember nächsten Jahres verschoben haben, anstatt wie zuvor im Dezember 2026 und März 2027. Zudem erwartet die Bank geringere Zuflüsse in Gold-ETFs. Trotz dieser Anpassungen behalten die Analysten eine strukturell positive Sicht auf Gold bei, äußern jedoch taktische Vorsicht aufgrund kurzfristiger Abwärtsrisiken und mittelfristiger Aufwärtspotenziale.