Die internationalen Goldpreise fielen während der europäischen Handelssitzung am 10. Juni unter die Marke von 4.200 US-Dollar pro Unze und löschten damit alle in diesem Jahr erzielten Gewinne aus. Um 17:15 Uhr Pekinger Zeit lagen die Gold-Futures mit Lieferung im August an der NYMEX bei 4.188,70 US-Dollar pro Unze, was einem Rückgang von 2,28 % entspricht. Seit Jahresbeginn sind die Goldpreise um 3,51 % gefallen. Der Rückgang folgt auf stärkere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft, die die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes hervorhoben. Dies führte zu gestiegenen Markterwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve, wobei das "FedWatch Tool" der CME Group eine fast 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung um mindestens 25 Basispunkte bis zum Jahresende anzeigt. Eine solche Maßnahme könnte die Attraktivität von renditelosen Anlagen wie Gold angesichts anhaltender Inflationsdrucke verringern.