Henry Paulson, ehemaliger US-Finanzminister, hat eine Warnung vor einem möglichen Zusammenbruch des 35 Billionen Dollar schweren US-Staatsanleihenmarktes ausgesprochen, der erhebliche Auswirkungen auf den Kryptowährungssektor haben könnte. Paulson, der während der Finanzkrise 2008 eine Schlüsselrolle spielte, betonte die Notwendigkeit eines Notfallplans, um einem möglichen Einbruch der Nachfrage nach Staatsanleihen zu begegnen. Er hob hervor, dass ein ungeordneter Anleihenverkauf die Dollar-Liquidität verknappen könnte, was historisch gesehen risikobehaftete Vermögenswerte wie Kryptowährungen beeinträchtigt, bevor sich eine sichere Zuflucht für Bitcoin etablieren kann. Paulsons Bedenken kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen die 5%-Marke überschritten haben, ein Niveau, das seit der Zeit vor der Großen Rezession nicht mehr erreicht wurde. Diese Entwicklung löst Alarm aus wegen der Gefahr von Kaskadenliquidationen bei gehebelten Krypto-Positionen, wie sie bei früheren Markterschütterungen zu beobachten waren. Trotz Gegenwind vom aktuellen Finanzminister Scott Bessent, der ähnliche Warnungen des JPMorgan-CEOs Jamie Dimon zurückwies, deutet die aktuelle Preisgestaltung am Anleihenmarkt auf zugrundeliegenden Stress hin, der die Kryptomärkte beeinflussen könnte. Paulsons Warnung unterstreicht die Verwundbarkeit von Kryptowährungen gegenüber makroökonomischen Liquiditätsschocks, insbesondere wenn die Renditen für Staatsanleihen weiter steigen.