Michelle Bowman, stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve für Aufsicht, hat eine bedeutende Verschiebung der Unternehmensfinanzierung von regulierten Banken hin zu nichtbanklichen Kreditgebern hervorgehoben und führt diesen Trend auf strenge Bankvorschriften zurück. Bei einem Vortrag am 8. Mai an der Hoover Institution stellte Bowman fest, dass der Anteil der Banken am Unternehmenskreditmarkt von 48 % im Jahr 2015 auf 29 % im Jahr 2025 gesunken ist, wobei private Kreditfonds und andere nichtbankliche Einrichtungen die Lücke füllen. Bowman wies auf die Kapitalanforderungen von Basel III als einen Schlüsselfaktor hin und argumentierte, dass diese Regeln direkte Unternehmenskredite für Banken teurer machen, wodurch die Kreditvergabe über weniger regulierte private Fonds gefördert wird. Sie schlug vor, diese Anforderungen neu zu kalibrieren, um sie besser an das tatsächliche Risiko der verschiedenen Kreditarten anzupassen, mit dem Ziel, eine Risikomigration in weniger überwachte Sektoren zu verhindern. Bowmans Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit regulatorischer Anpassungen, um die finanzielle Stabilität zu erhalten und gleichzeitig eine effektive Aufsicht sicherzustellen.