Ökonomen der Federal Reserve haben in einem Arbeitspapier das Potenzial makroökonomischer Prognosemärkte als effektive Instrumente für politische Entscheidungsträger hervorgehoben. Diese Märkte bieten Echtzeit-, marktbasierten Messungen von Inflationserwartungen und Zinserwartungen, die oft traditionelle Prognosen übertreffen. Das Papier legt nahe, dass Prognosemärkte Forschung und Politik verbessern können, indem sie transparente, kontinuierlich aktualisierte Einblicke in die Übertragung der Geldpolitik und makroökonomische Unsicherheiten bieten. Unterdessen verschärft sich die regulatorische Kontrolle von Prognosemärkten. Das Berufungsgericht des Neunten Bezirks hat Nevada erlaubt, seine zivilrechtliche Durchsetzung gegen bundesregulierte Prognosemärkte fortzusetzen und lehnte einen Antrag auf Aussetzung der Maßnahme ab. Diese Entscheidung befeuert die anhaltende Debatte darüber, ob Prognosemärkte durch das Bundeswarenrecht oder durch staatliche Glücksspielvorschriften geregelt werden sollten. Das Urteil ist vorläufig und könnte im Rahmen einer vollständigen Berufung beim Neunten Bezirksgericht vom Obersten Gerichtshof überprüft werden.