Der jüngste Bericht zur Finanzstabilität der Federal Reserve zeigt zunehmende Besorgnis über künstliche Intelligenz (KI) im Finanzsystem. Laut dem Bericht betrachten 50 % der befragten Marktteilnehmer KI nun als potenziellen Schock, gegenüber 30 % in der vorherigen Umfrage. Damit gehört KI zu den am häufigsten genannten Risiken für die nächsten 12 bis 18 Monate, neben geopolitischen Spannungen und Ölpreisschocks. Der Bericht hebt hervor, dass KI-bezogene Risiken die Vermögensbewertungen, die Verschuldung, die Arbeitsmärkte und die Kreditbedingungen beeinflussen könnten. Durch Schulden finanzierte KI-Ausgaben werden als potenzielle Quelle für eine erhöhte Verschuldung bei Unternehmen und auf den Finanzmärkten angesehen. Darüber hinaus könnte die weitverbreitete Einführung von KI den Beschäftigungsdruck in bestimmten Sektoren erhöhen, was Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Arbeitsmarktes aufwirft. Obwohl die Fed keine KI-getriebene Krise vorhersagt, zeigt die Umfrage, dass Marktprofis genau beobachten, wie sich KI-bezogene Schulden auf die Finanzbedingungen auswirken könnten. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung von KI in den Überlegungen der Fed zur Finanzstabilität und spiegeln die breiteren Marktbedenken hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkungen wider.