Beamte der Federal Reserve haben Bedenken hinsichtlich einer Wiederbelebung der Inflationsrisiken in den USA geäußert, da anhaltende Konflikte im Iran die Ölpreise in die Höhe treiben und den Druck auf die Lieferketten verschärfen. Der Präsident der St. Louis Fed, Mester, betonte, dass die politischen Risiken nun zugunsten höherer Inflation verschoben sind, was darauf hindeutet, dass die Zinssätze möglicherweise auf einem hohen Niveau bleiben und bei Bedarf weiter erhöht werden müssen. Steigende Kosten für industrielle Inputs wie Aluminium und Diesel tragen zu einem breiteren Inflationsdruck bei. Der Präsident der Chicago Fed, Goolsbee, warnte davor, dass anhaltend hohe Ölpreise die globalen Lieferketten stören könnten, was möglicherweise die während der Pandemie beobachteten inflationären Muster widerspiegelt. Obwohl die USA derzeit keine Stagflation erleben, warnte Goolsbee vor zunehmenden Spannungen, falls die Situation anhält. Der nationale Durchschnittspreis für Benzin hat die Marke von 4,50 USD pro Gallone überschritten, und der Global Supply Chain Pressure Index der New Yorker Fed befindet sich auf dem höchsten Stand seit Juli 2022. Da die Inflation in den USA im März im Jahresvergleich auf 3,5 % gestiegen ist, erwartet der Markt nur begrenzten Spielraum für Zinssenkungen durch die Federal Reserve im kommenden Jahr.