Der Fertigungssektor der Eurozone setzte im April 2026 seine Expansion fort, wobei der Einkaufsmanagerindex (PMI) stabil bei 52,2 blieb. Diese Stabilität deutet trotz geopolitischer Spannungen, die die Energiepreise beeinflussen, auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum hin. Gleichzeitig prognostiziert die Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter professionellen Prognostikern für 2026 eine durchschnittliche Inflation von 2,7 %, was leicht über den bisherigen Schätzungen liegt, während das BIP-Wachstum aufgrund steigender Energiekosten auf 1,0 % nach unten korrigiert wurde. Die Marktpreise deuten derzeit mit 100 % Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung von über 50 Basispunkten bei der EZB-Sitzung im April 2026 hin. Der stabile PMI und die erhöhten Inflationsprognosen lassen jedoch vermuten, dass die EZB die Inflationskontrolle gegenüber aggressiven Zinssenkungen priorisieren könnte. Dies spiegelt die vorsichtige Haltung der Marktteilnehmer wider, während sie den möglichen geldpolitischen Kurs der EZB angesichts anhaltender Inflationssorgen bewerten.