Europol hat im Zuge einer groß angelegten Strafverfolgungsaktion mit dem Codenamen "Endgame" etwa 47 Millionen US-Dollar an illegalen Kryptowährungen beschlagnahmt. Die Operation war eine gemeinsame Anstrengung von Behörden aus Kanada, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten. Die Behörden richteten sich gegen Netzwerkinfrastrukturen, die von Kriminellen genutzt wurden, die die Malware SocGholish, Amadey und StealC einsetzten, um sensible Daten zu ernten. Die Razzia führte zur Stilllegung von 326 Servern und 142 Domains, die mit diesen cyberkriminellen Aktivitäten in Verbindung standen. Neben der Beschlagnahme der Kryptowährungen konnten die Strafverfolgungsbehörden über 27 Millionen gestohlene Zugangsdaten sicherstellen, was einen erheblichen Schlag gegen Cyberkriminalitätsnetzwerke darstellt, die nach dem "Cybercrime-as-a-Service"-Modell operieren.