Europa könnte bis Ende Mai mit einer Ölknappheit konfrontiert sein, da die weltweiten Rohölbestände schneller als erwartet zurückgehen, berichtet CNBC. Jeff Currie, Co-Vorsitzender der Abaxx Commodity Exchange, betonte, dass der Ölmarkt zwar stabil erscheine, das Versorgungssystem jedoch unter erheblichem Druck stehe, was physische Engpässe zur Folge haben könnte. Currie warnte vor einem potenziell nichtlinearen Anstieg der Ölpreise, sobald die Bestände erschöpft sind. Analysten der Société Générale teilten diese Bedenken und beschrieben die Stabilität des Marktes als einen "Schleier", während die zugrundeliegenden Systeme "extrem fragil" seien. Die anhaltenden Einschränkungen in der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für den globalen Öltransport, verschärfen die Lage. Sollten die Verzögerungen anhalten, könnten die Ölpreise auf 150 Dollar pro Barrel steigen, wobei das hohe Niveau voraussichtlich das ganze Jahr über bestehen bleibt.