Die Europäische Union hat im Rahmen ihrer ehrgeizigen Chips Act II-Initiative Investitionen von über 120 Milliarden Euro in die Halbleiterproduktion angekündigt. Dies stellt eine erhebliche Steigerung gegenüber dem ursprünglich im Jahr 2023 festgelegten Ziel von 43 Milliarden Euro dar und zielt darauf ab, den globalen Marktanteil der EU im Bereich Halbleiter bis 2030 auf 20 % zu verdoppeln. Die Europäische Kommission hat staatliche Beihilfen in Höhe von über 31,5 Milliarden Euro für innovative Halbleiteranlagen genehmigt, was das Engagement der Region zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Chip-Lieferungen unterstreicht. Das Chips Act II, das voraussichtlich Ende Mai 2026 formell vorgeschlagen wird, führt direkte Finanzierungsmöglichkeiten für die EU-Kommission ein und verlagert den Fokus auf Technologien der künstlichen Intelligenz. Dieser Schritt erfolgt, da KI-Arbeitslasten die weltweite Chip-Nachfrage antreiben, wobei Europa seine Position im nächsten Rechenparadigma sichern will. Trotz der Absage von Intels 30-Milliarden-Euro-Fabrik in Deutschland könnte die strategische Neuausrichtung der EU und der zentralisierte Finanzierungsansatz Entscheidungsprozesse straffen und die Investitionsergebnisse verbessern.