Die Europäische Union hat bis zum 29. Juni 244 MiCA-Lizenzen an Krypto-Unternehmen vergeben, wobei Deutschland und Frankreich mehr als ein Drittel davon ausmachen. Deutschland führt mit 57 Lizenzen (etwa 23 %), gefolgt von Frankreich mit 26 (etwa 11 %). Bemerkenswert ist, dass Griechenland, Ungarn, Polen, Portugal und Rumänien bisher keine MiCA-Lizenzen vergeben haben. Polen verfügt insbesondere über keinen regulatorischen Rahmen für Krypto-Börsen, da die entsprechende Gesetzgebung vom Präsidenten dreimal vetoiert wurde. Die Konzentration der MiCA-Lizenzen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sowie in Luxemburg und Irland spiegelt die Dominanz dieser Länder bei den Finanzanlagen der EU wider, die zusammen etwa 72 % ausmachen. Frankreich hat seinen Lizenzierungsprozess beschleunigt und zwischen dem 18. und 22. Juni fünf Lizenzen vergeben, was fast die Hälfte der insgesamt 11 Lizenzen der EU in diesem Zeitraum entspricht. MiCA schreibt vor, dass Krypto-Unternehmen bis zum 1. Juli in mindestens einem EU-Land eine Lizenz erhalten müssen, um legal im gesamten 27-Mitgliedsstaaten umfassenden Block tätig zu sein.