Ethereum verzeichnete einen Rekord bei der Onchain-Aktivität und verarbeitete letzte Woche an einem einzigen Tag fast 2,9 Millionen Transaktionen. Die gedämpfte Kursentwicklung von Ether, das um etwa 3.180 US-Dollar gehandelt wurde, deutet jedoch darauf hin, dass der Anstieg möglicherweise keine echte Nutzernachfrage widerspiegelt. Der Onchain-Forscher Andrey Sergeenkov führt den Anstieg auf eine groß angelegte Adressevergiftungs-Kampagne zurück, bei der Betrüger Wallets mit winzigen Stablecoin-Transfers überschwemmen, um die Transaktionszahlen ohne echtes Nutzerengagement aufzublähen. Sergeenkovs Analyse zeigt, dass etwa 67 % der neu aktiven Adressen weniger als 1 US-Dollar als erste Überweisung erhielten, was eher auf automatisiertes Dusting als auf organisches Wachstum hindeutet. Die Kampagne, die durch niedrige Transaktionsgebühren nach dem Fusaka-Upgrade erleichtert wird, umfasst Smart Contracts, die kleine Mengen Stablecoins an zahlreiche Wallets senden und so Bedingungen für kostspielige Copy-Paste-Fehler schaffen. Diese Aktivität erschwert die Interpretation der Rekordkennzahlen von Ethereum, da sie möglicherweise keine erhöhte Nachfrage nach Blockspace oder dezentralen Anwendungen signalisiert.