Ethereum steht derzeit vor einer Governance-Debatte über die Finanzierung der Kernentwicklung, da der ehemalige Ethereum Foundation-Mitwirkende Trenton Van Epps vor einer möglichen "langsam entstehenden Finanzierungskrise" innerhalb der nächsten drei bis neun Monate warnt. Die Kontroverse dreht sich um einen Vorschlag des Kleros-Mitbegründers Clément Lesaege, 0 % bis 10 % der Validator-Belohnungen in einen Ökosystem-Finanzierungspool umzuleiten, der potenziell jährlich 50.000 bis 70.000 ETH generieren könnte. Kritiker argumentieren, dass dies die Macht bei großen Validatoren konzentrieren und die Governance erschweren könnte. Als Reaktion auf die Finanzierungsbedenken wurde EthLabs, eine gemeinnützige Organisation, die von ehemaligen Forschern der Ethereum Foundation gegründet wurde, ins Leben gerufen, um direkte Entwicklungsfinanzierung von großen ETH-Inhabern zu sichern. Unterdessen kündigte Ethereum-Gründer Vitalik Buterin eine Kürzung des Budgets der Foundation um 40 % an, die kürzlich 54 Mitarbeiter entlassen hat, was auf eine Verschiebung hin zu einem diversifizierten Finanzierungsmodell hinweist.