Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Appia-Roadmap angekündigt, die darauf abzielt, die fragmentierten tokenisierten Kapitalmärkte Europas bis 2028 zu vereinheitlichen. Piero Cipollone, Mitglied des EZB-Direktoriums, stellte die Initiative während einer Rede in Brüssel vor und hob den Übergang von der Erkundung zur Produktion in digitalen Märkten hervor. Seit 2021 haben europäische Emittenten fast 4 Milliarden Euro in Instrumente auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) platziert.
Ein zentraler Bestandteil dieser Initiative ist der Pontes-Abwicklungsknoten, der im dritten Quartal 2026 eingeführt werden soll und die Abwicklung von Zentralbankgeld auf DLT-Plattformen ermöglichen wird. Kürzliche Tests mit 64 Teilnehmern aus neun Rechtsgebieten verarbeiteten etwa 1,6 Milliarden Euro an Transaktionen und prüften Interoperabilitätslösungen. Die EZB wird ab März 2026 auch DLT-basierte Vermögenswerte als zulässige Sicherheiten für Kreditgeschäfte akzeptieren. Cipollone betonte die Notwendigkeit einer öffentlich-privaten Partnerschaft und eines kohärenten Rechtsrahmens zur Unterstützung dieses technologischen Fortschritts.
EZB stellt Appia-Fahrplan für ein einheitliches europäisches digitales Asset-Ökosystem bis 2028 vor
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