Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich entschieden gegen die Förderung von euro-denominierten Stablecoins ausgesprochen und dabei erhebliche Risiken für die Finanzstabilität und die Geldpolitik angeführt. Auf dem Banco de España Latam Economic Forum wies Lagarde auf die potenziellen Gefahren hin und bezog sich dabei auf die Entkopplung von USDC während des Zusammenbruchs der Silicon Valley Bank im Jahr 2023, bei dem Reserven von Circle in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar offengelegt wurden.
Lagarde betonte, dass der aktuelle Stablecoin-Markt überwiegend vom US-Dollar dominiert wird, wobei Tether und Circle einen großen Anteil kontrollieren. Sie warnte, dass Euro-Stablecoins die geldpolitische Transmission der EZB stören könnten, indem sie den Zinskanal verengen, falls Einzelhandels-Einlagen zu nicht-bankgebundenen Stablecoins wechseln. Stattdessen verwies Lagarde auf das Pontes-Projekt der EZB, das im September 2026 starten soll und darauf abzielt, Distributed-Ledger-Technologie mit Zentralbankgeld zu integrieren, als bevorzugte Alternative zu privaten Stablecoins.
EZB-Präsidentin Lagarde lehnt Ausweitung von Euro-Stablecoins ab und verweist auf Stabilitätsrisiken
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