Piero Cipollone, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, hat die Notwendigkeit eines von Europa geführten digitalen Zahlungssystems angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen betont. In einem kürzlichen Interview hob Cipollone den digitalen Euro als entscheidende Komponente hervor und beschrieb ihn als eine "digitale Form von öffentlichem Geld", die unerlässlich ist, um Bargeld zu ergänzen und die fragmentierte Zahlungssituation in Europa zu bewältigen. Er stellte fest, dass Bargeldtransaktionen bis 2024 voraussichtlich auf 24 % der täglichen Transaktionen sinken werden, gegenüber 40 % im Jahr 2019, was die Notwendigkeit unterstreicht, dass die EZB ihre geldpolitischen Maßnahmen anpassen muss.
Cipollone verband die Entwicklung eines von Europa kontrollierten Zahlungssystems mit geopolitischen Bedenken und warnte vor der Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern. Er betonte die Bedeutung eines Systems, das auf europäischer Technologie und Infrastruktur basiert, um Kontrolle und Sicherheit angesichts globaler Spannungen und der "Bewaffnung aller möglichen Instrumente" zu gewährleisten.
EZB-Beamter setzt sich für ein von Europa geführtes digitales Zahlungssystem ein
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