Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eurobasierte Stablecoins als potenzielle Treiber der Nachfrage nach Staatsanleihen der Europäischen Union identifiziert. In ihrem neuesten Bericht verglich die EZB die potenziellen Auswirkungen von eurodenominierten Stablecoins mit dem Einfluss von USD-basierten Stablecoins auf US-Staatsanleihen. Das Marktangebot an eurobasierten Stablecoins ist auf 701 Millionen US-Dollar gestiegen und hat sich damit seit Anfang 2023 von 250 Millionen fast verdreifacht. Die EZB stellte fest, dass das Wachstum eurobasierter Stablecoins die regionalen Anleihemärkte erheblich beeinflussen könnte, abhängig von der Zusammensetzung der Reservevermögenswerte der Stablecoin-Emittenten und deren Liquiditätsmanagementstrategien. Der eurobasierte Stablecoin EURC von Circle verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg der Peer-to-Peer-Transfers und erreichte im März 2,3 Milliarden US-Dollar, was einem monatlichen Anstieg von 33 % entspricht. Trotz der potenziellen Vorteile warnte die EZB vor den Risiken, die Stablecoins für das traditionelle Finanzsystem ohne angemessene regulatorische Maßnahmen darstellen.