Die Nederlandse Loterij, der staatliche Lotteriebetreiber der Niederlande, hat eine Klage gegen Qbet eingereicht, die größte nicht lizenzierte Online-Glücksspielplattform des Landes, und fordert eine Geldstrafe von 24,8 Millionen Euro. Die rechtlichen Schritte richten sich gegen die Offshore-Scheinunternehmen und Geschäftsführer hinter Qbet und markieren einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen das Schwarzmarktglücksspiel in Europa. Die Klage wurde beim Bezirksgericht Den Haag eingereicht, die erste Anhörung fand am 9. April statt. Die niederländische Glücksspielbehörde (KSA) hatte zuvor eine Rekordstrafe gegen Novatech Solutions verhängt, den Betreiber von Qbet und seiner Schwesterseite 55Bet, weil sie niederländischen Nutzern das Glücksspiel ohne Einschränkungen oder Altersüberprüfung ermöglicht hatten. Die Akzeptanz von Kryptowährungen und anonymen Zahlungen wurde als erschwerender Faktor angesehen. Trotz der Geldstrafe löste Novatech seine Registrierung in Curaçao auf, setzte den Betrieb jedoch fort, was weitere rechtliche Schritte der Nederlandse Loterij nach sich zog. Dieser Fall folgt einer ähnlichen Klage der Nederlandse Loterij gegen Lalabet, einen weiteren nicht lizenzierten Betreiber, und unterstreicht die anhaltende Herausforderung, das illegale Glücksspiel in den Niederlanden zu bekämpfen. Die KSA schätzt, dass 53 % der Ausgaben für Online-Glücksspiele in den Niederlanden an nicht lizenzierte Plattformen gehen, was die Dringlichkeit der Durchsetzung von Vorschriften betont.