Der Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) hat seinen schwersten Verlustmonat erlebt, wobei laut Forbes in weniger als drei Wochen über 606 Millionen US-Dollar von mehr als zehn Protokollen gestohlen wurden. Besonders bemerkenswert sind die Vorfälle bei Drift und Kelp DAO, die Verluste von jeweils 285 Millionen bzw. 292 Millionen US-Dollar verursachten und damit etwa 95 % der Gesamtverluste ausmachen. Diese Ereignisse verdeutlichen, dass die Risiken im DeFi-Bereich über Schwachstellen in Smart Contracts hinausgehen. Bei Drift umfassten die Probleme menschliche Signaturfehler, Mängel bei den Governance-Berechtigungen und das Fehlen von Zeitverriegelungen, während Kelp DAO Risiken durch Cross-Chain-Verifizierung, RPC-Knoten und Off-Chain-Infrastruktur ausgesetzt war. Das gestohlene rsETH wurde anschließend in Kreditprotokollen wie Aave verwendet, wodurch sich das Risiko auf wichtige DeFi-Märkte ausbreitete. Der Artikel schlägt vor, dass zukünftige Risikoanalysen im DeFi-Bereich neben Code-Audits auch Sicherheitenquellen, Cross-Chain-Brücken, Orakel, Governance-Strukturen und Off-Chain-Abhängigkeiten berücksichtigen sollten.