Dezentrale Finanzplattformen (DeFi) haben laut DeFiLlama Verluste in Höhe von 7,7 Milliarden US-Dollar durch Hacks erlitten, wobei allein im April 2026 Sicherheitsverletzungen von über 600 Millionen US-Dollar verzeichnet wurden. Hochkarätige Vorfälle bei Drift und Kelp DAO verdeutlichen die Unzulänglichkeit der aktuellen DeFi-Versicherungen, die weniger als 2 % des gesamten in DeFi-Protokollen gebundenen Werts (TVL) abdecken. Nexus Mutual, ein führender DeFi-Versicherer, macht fast den gesamten TVL von 123,5 Millionen US-Dollar des Sektors aus, was nur 0,14 % des 83 Milliarden US-Dollar umfassenden DeFi-Ökosystems entspricht. Die sich entwickelnde Natur der Angriffe, einschließlich Off-Chain-Ausfällen wie Kompromittierung privater Schlüssel und Phishing, stellt Versicherer vor Herausforderungen. Diese komplexen Risiken sind schwer zu versichern, was zu hohen Prämien führt, die Nutzer abschrecken. Auch die Verhaltensökonomie spielt eine Rolle, da ertragsorientierte DeFi-Nutzer oft auf Versicherungen verzichten, um ihre Renditen zu maximieren. Der Markt reagiert mit eingebetteten Versicherungen in DeFi-Produkten und Forderungen an traditionelle Versicherer, Off-Chain-Risiken anzugehen, doch der Sektor bleibt verwundbar, da er Schwierigkeiten hat, sich an die sich schnell verändernde Risikolandschaft anzupassen.