Der jüngste Preisanstieg von Bitcoin wird laut Julio Moreno, Leiter der Forschung bei CryptoQuant, eher als kurzfristige "Erholungsrally" denn als Beginn eines neuen Bullenmarktes angesehen. Trotz eines kurzen Überschreitens von 73.000 US-Dollar deuten On-Chain-Daten darauf hin, dass der Markt weiterhin bärisch bleibt, wobei der Bitcoin-Bullenbewertungsindex nur bei 10 von 100 liegt. Moreno hebt hervor, dass die Kontraktion der Spotnachfrage deutlich zurückgegangen ist, was auf einen nachlassenden Verkaufsdruck seit Anfang Februar hinweist. Der Coinbase Bitcoin Premium Index, der die Aktivität der US-Händler widerspiegelt, hat sich von negativ auf den höchsten positiven Wert seit Oktober letzten Jahres verschoben, was auf ein Wachstum der Spotnachfrage hindeutet. Zudem haben die nicht realisierten Verluste der Händler den höchsten Stand seit Juli 2022 erreicht, was typischerweise den marginalen Verkauf reduziert. Der Verkauf durch langfristige Inhaber ist auf 276.000 BTC gesunken, den niedrigsten Stand seit Juni 2025. Moreno weist auf potenzielle Widerstandsniveaus bei 79.000 und 90.000 US-Dollar hin, die weitere Kursanstiege herausfordern könnten.