Coinbase und Stripe kämpfen um die Vorherrschaft im aufkommenden, KI-gesteuerten Zahlungsprotokollbereich, da traditionelle Web-Commerce-Modelle vor einer Disruption stehen. Coinbases x402 und Stripes MPP nutzen den lange ruhenden HTTP-Statuscode 402, um Mikrozah-lungen zu ermöglichen – ein Konzept, das bereits 1996 angedacht wurde, aber durch hohe Transaktionsgebühren und fehlende Infrastruktur behindert wurde. Mit Fortschritten bei Stablecoins und Layer-2-Netzwerken zielen diese Protokolle darauf ab, die Maschinenökonomie zu bedienen, in der KI-Agenten Transaktionen ohne menschliches Eingreifen durchführen. Coinbases x402, das im Mai 2025 gestartet wurde, konzentriert sich auf einen rein kryptowährungsbasierten Ansatz und bietet null Protokollgebühren sowie Open-Source-Flexibilität. Im Gegensatz dazu integriert Stripes MPP, das im März 2026 eingeführt wurde, Fiat-Zahlungen und Compliance-Funktionen und richtet sich an Anwendungen auf Unternehmensebene. Beide Protokolle sind Teil eines größeren Ökosystems, wobei auch Visa und Mastercard in den Markt eintreten, indem sie ihre bestehende Infrastruktur nutzen, um Agentenzahlungen zu unterstützen. Mit dem Wachstum des KI-Agenten-Marktes wird der Erfolg dieser Protokolle davon abhängen, wie gut sie regulatorische Herausforderungen meistern und die Akzeptanz bei Unternehmen gewinnen können.